Wirtschaftlichkeit

Software für Mieterstrom und Gebäudestrom: Worauf es bei Gewerbeobjekten ankommt


Wer Solarstrom an Mieter abgibt, muss messen, zuordnen, abrechnen und dokumentieren. Dafür gibt es mehrere Wege. Dieser Beitrag zeigt, welche Arten von Lösungen es gibt und welche Kriterien bei Gewerbeobjekten zählen. Er ist ein Entscheidungsrahmen, kein Anbieterranking.

Die Lösungsarten im Überblick

  • Tabellenkalkulation: geeignet für sehr wenige Zähler. Fehleranfällig und mit Aufwand je Mieter. Siehe Excel, Software oder Full Service.
  • Spezialisierte Abrechnungssoftware: Anbieter wie Solarize oder Metergrid bieten Software für die Abrechnung von Mieterstrom und Gebäudestrom an. Laut Selbstdarstellung deckt Solarize unter anderem Mieterstrom, gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und Geschäftskunden-Abrechnung ab und richtet sich an Eigentümer, Gewerbekunden und Energieversorger. Metergrid verbindet laut Branchenmeldung Abrechnung mit einem Wirtschaftlichkeitstool. Funktionsumfang und Konditionen sollten Sie bei den Anbietern selbst erfragen.
  • Abrechnungssysteme von Energieversorgern: Stadtwerke nutzen häufig Branchenlösungen wie SAP IS-U oder spezialisierte Zusatzmodule. Das richtet sich eher an Versorger als an Immobilieneigentümer.
  • Plattform mit Fokus auf Gewerbeobjekte: WOODGRID verbindet Messdaten, Verträge, Abrechnung und Mieterportal für Gewerbeimmobilien. Die Preise sind auf der Seite Preise öffentlich.

Kriterien für den Vergleich

  1. Betriebsmodelle: Unterstützt die Lösung Solarstrom-Anteil (§ 42b), Vollversorgung oder beides? Siehe Betriebsmodelle.
  2. Messdaten: Welche Zähler und Datenquellen sind anbindbar (Optokopf, Wandlerzähler, intelligentes Messsystem, Messstellenbetreiber)? Werden Viertelstundenwerte verarbeitet?
  3. Gewerbe-Besonderheiten: Wandlermessung, RLM-Mieter, individuelle Preise, Leistungspreise, Staffelverträge.
  4. Abrechnung und Pflichten: Abschläge, Jahresabrechnung, E-Rechnung, Stromkennzeichnung, Stromsteuer-Auswertung. Siehe Abrechnung Gebäudestrom.
  5. Mieterportal: Einsicht in Verbrauch und Rechnungen, Kommunikation.
  6. Preise und Transparenz: Gibt es einen Festpreis je Mieter, Einrichtungsgebühren, Mindestlaufzeit? Sind Preise veröffentlicht oder nur auf Anfrage?
  7. Daten und Sicherheit: Hosting, Auftragsverarbeitung, Zertifizierungen, Datenexport beim Anbieterwechsel.
  8. Rechtsstand: Wird die Software bei Gesetzesänderungen gepflegt?
  9. Service: Wer beantwortet Mieterfragen und übernimmt Mahnwesen und Marktkommunikation?
  10. Referenzen: Gibt es Projekte mit Objekten Ihrer Größe und Nutzung?

Fragen an jeden Anbieter

  • Welche Betriebsmodelle und Zählertypen sind in der Standardversion enthalten?
  • Was kostet das Objekt mit Ihren Mietern pro Monat, ohne Rabatt und mit allen Nebenkosten?
  • Wie sieht der Ablauf von Vertrag bis zur ersten Abrechnung aus?
  • Wie bekomme ich meine Daten, wenn ich wechsle?
  • Wer haftet für Fehler in der Abrechnung?

Wann sich Software lohnt

Mit wachsender Zahl der Zähler und Mieter steigt der Aufwand überproportional. Eine grobe Modellrechnung mit Ihren Zahlen liefern der Preisrechner und der Wirtschaftlichkeitsrechner. Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit Annahmen.

Wenn Sie WOODGRID mit anderen Lösungen vergleichen möchten, nennen wir Ihnen gern die Eckdaten Ihres Objekts in der Projektanfrage.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand von Oktober 2026 wieder. Angaben zu anderen Anbietern beruhen auf deren öffentlichen Darstellungen und Branchenmeldungen und können sich ändern. Er ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung.

Quellen