Ein Viertelstundenwert ist die in 15 Minuten verbrauchte oder erzeugte Energie beziehungsweise die mittlere Leistung in diesem Zeitraum. Viertelstundenwerte sind der Standard für Lastgänge und Bilanzierung. Fehlende Werte gelten nie als Nullverbrauch, sondern werden als Lücke gekennzeichnet und geprüft.
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Beispiel aus der Praxis
Ein Supermarkt zieht morgens beim Hochfahren der Kühlung kurzzeitig viel Strom. Im Tagesverbrauch fällt das kaum auf, im Lastgang aber zeigt ein Viertelstundenwert die Spitze deutlich. Als Beispiel: Zwischen 6:00 und 6:15 Uhr liegt der Wert klar über den Nachbarintervallen. Solche Muster helfen bei der Lastoptimierung.
Was das konkret bedeutet
Für Bilanzierung und Preisbildung bei größeren Verbräuchen sind Viertelstundenwerte häufig erforderlich. Betreiber sollten prüfen, ob ihre Zähler diese Auflösung liefern und ob die Daten vollständig ankommen. Lücken sind zu kennzeichnen und nach festgelegten Regeln zu behandeln, nicht stillschweigend zu füllen.
Abgrenzung
Der Viertelstundenwert ist nicht der Zählerstand. Der Zählerstand ist ein kumulierter Wert zu einem Zeitpunkt, der Viertelstundenwert beschreibt den Verbrauch innerhalb eines Intervalls. Aus vielen Viertelstundenwerten entsteht der Lastgang.

