Der Lastgang ist der zeitliche Verlauf des Stromverbrauchs, meist in Viertelstundenwerten. Er zeigt, wann wie viel Leistung benötigt wird, und ist die Grundlage für Lastspitzen, Eigenverbrauchsanalysen und zeitabhängige Tarife. Ohne Intervallwerte lässt sich kein Lastgang bilden.
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Beispiel aus der Praxis
Der Lastgang einer Lagerhalle zeigt werktags einen Anstieg ab sechs Uhr, einen Gipfel gegen elf Uhr und einen langsamen Rückgang am Nachmittag. An Wochenenden bleibt nur ein niedriger Sockel. Legt man die Erzeugungskurve der PV-Anlage darüber, lässt sich ablesen, in welchen Stunden Solarstrom direkt genutzt wird und wann Überschuss entsteht.
Was das konkret bedeutet
Ein Lastgang hilft bei Planung und Betrieb: Dimensionierung der PV-Anlage, Speicherbedarf, Tarifvergleich und Prüfung von Lastspitzen. Er braucht lückenlose Intervalldaten, sonst verfälschen Lücken die Auswertung. Datenschutz beachten: Lastgänge können Rückschlüsse auf Nutzungsverhalten zulassen und gehören nur berechtigten Personen.
Abgrenzung
Der Lastgang ist eine Zeitreihe, der Zählerstand nur ein Summenwert zu einem Zeitpunkt. Aus zwei Zählerständen kann man den Verbrauch berechnen, aber keine Lastkurve. Ein Standardlastprofil ist außerdem eine Modellkurve und kein gemessener Lastgang.
Wie ein Lastgang entsteht
Ein Zähler mit Intervallmessung erfasst den Verbrauch in Viertelstunden. Aus diesen Werten entsteht eine Zeitreihe, die sich als Kurve darstellen lässt. Werktage, Wochenenden, Betriebszeiten und Jahreszeiten zeichnen sich darin deutlich ab. Bei Gewerbeobjekten ist die Kurve häufig tagsüber hoch, was gut zur Solarerzeugung passt.
Was Sie aus dem Lastgang ablesen können
Der Lastgang zeigt die Grundlast, die Lastspitzen und den Zeitpunkt der größten Leistung. Legen Sie die Erzeugungskurve einer geplanten PV-Anlage darüber, erkennen Sie, wie viel Solarstrom direkt im Gebäude bleibt und wie viel eingespeist würde. Genau das berechnet die Lastgang-Analyse auf dieser Website aus einer hochgeladenen CSV-Datei. Wichtig sind lückenlose Daten und eine einheitliche Zeitzone, sonst verfälschen Lücken das Ergebnis.

