Bilanzierung bedeutet, Erzeugung, Bezug und Verbrauch in einem festgelegten Zeitraster rechnerisch gegenüberzustellen. Angezeigte PV-Anteile je Mieter sind bilanzielle Auswertungen auf Basis einer dokumentierten Methode, kein physikalisch exakter Anteil jedes Elektrons.
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Beispiel aus der Praxis
In einer Viertelstunde erzeugt die Anlage 12 kWh, das Gebäude verbraucht 15 kWh. Bilanziell werden alle 12 kWh dem Verbrauch zugeordnet, die restlichen 3 kWh kommen aus dem Netz. Bei mehreren Mietern wird die Erzeugung nach dem vereinbarten Schlüssel aufgeteilt. Zahlen sind Illustrationswerte.
Was das konkret bedeutet
Eine dokumentierte Methode ist entscheidend, damit Mieter und Prüfer die Zahlen nachvollziehen können. Betreiber sollten Zeitraster, Zuordnungsregel und Behandlung von Messlücken festlegen und beibehalten. Wird die Methode geändert, ist das in der Abrechnung kenntlich zu machen.
Abgrenzung
Die Bilanzierung im Sinne dieser Auswertung ist nicht der Bilanzkreis des Strommarkts und auch nicht die Bilanz der Buchhaltung. Sie beschreibt eine rechnerische Zuordnung von Energiemengen in einem festgelegten Zeitraster.
So wird bilanziert
Bei der Bilanzierung werden für jedes Zeitintervall Erzeugung, Bezug und Verbrauch gegenübergestellt. Aus den Zählerwerten ergibt sich, wie viel Solarstrom im Gebäude verbraucht wurde und was aus dem Netz kam. Bei mehreren Teilnehmern wird die Erzeugung nach der vereinbarten Regel aufgeteilt. Das Ergebnis ist eine rechnerische Zuordnung und keine physikalische Verfolgung einzelner Elektronen.
Die Methode dokumentieren
Entscheidend ist, dass die Methode festgelegt und für alle Beteiligten nachvollziehbar ist: Zeitraster, Zuordnungsregel, Umgang mit Messlücken und Rundung. Wird sie geändert, sollte das in der Abrechnung kenntlich gemacht werden. Eine dokumentierte Methode beantwortet auch Rückfragen von Mietern und Prüfern, ohne dass jede Zahl einzeln erklärt werden muss.

