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Standardlastprofil


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Ein Standardlastprofil ist ein typisierter Verbrauchsverlauf für Kunden ohne Leistungsmessung. Aus dem Jahresverbrauch und dem Profil wird der Lastgang geschätzt. Bei Kunden mit registrierender Leistungsmessung wird er stattdessen tatsächlich gemessen.

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Beispiel aus der Praxis

Ein kleiner Gewerbebetrieb mit moderatem Jahresverbrauch hat keinen Zähler mit Viertelstundenwerten. Der Netzbetreiber ordnet ihm ein Profil zu, etwa für Gewerbe mit Werktagsbetrieb. Aus dem Jahresverbrauch und der Profilform werden die Verbräuche je Viertelstunde für die Bilanzierung geschätzt, auch wenn niemand sie tatsächlich misst.

Was das konkret bedeutet

Für Vermieter wird das Profil relevant, wenn Strom gemeinsam mit Solarstrom zeitlich zugeordnet werden soll. Mit Profilen sind Aufteilungen nur näherungsweise möglich, mit gemessenen Werten genauer. Wer zeitabhängige Tarife anbieten will, braucht in der Regel gemessene Intervallwerte. Die Wahl sollte im Messkonzept begründet sein.

Abgrenzung

Ein Standardlastprofil ist ein Schätzverfahren für typische Kunden, kein Messwert. Der tatsächliche Lastgang kann stark abweichen. Auch ist es nicht dasselbe wie das Lastprofil eines Mieters, das man aus eigenen Messungen gewinnt und das individuell ist.

Wann es zum Einsatz kommt

Standardlastprofile werden bei Kunden ohne registrierende Leistungsmessung angewendet. Der Netzbetreiber ordnet einem Kunden ein typisches Profil zu und rechnet den Jahresverbrauch daraus auf Viertelstunden hoch. Das Profil beschreibt also, wie sich ein durchschnittlicher Kunde dieser Gruppe verhält, und nicht den tatsächlichen Verbrauch.

Grenzen für Gebäudestrom

Soll Solarstrom zeitgenau zugeordnet werden, reichen Profile nur für grobe Näherungen. Gemessene Viertelstundenwerte zeigen, wann ein Mieter wirklich Strom verbraucht, und ermöglichen eine genauere Aufteilung sowie zeitabhängige Tarife. Bei der Planung lohnt deshalb ein Blick darauf, welche Mieter bereits eine Leistungsmessung haben und wo nachgerüstet werden müsste.

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