Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Konto, in dem Einspeisungen und Entnahmen von Strom mengenmäßig ausgeglichen werden. Jeder Strommenge am Markt wird ein Bilanzkreis zugeordnet. Verantwortlich dafür ist der Bilanzkreisverantwortliche, meist der Lieferant oder ein beauftragter Dienstleister.
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Beispiel aus der Praxis
Ein Lieferant beschafft für seine Kunden an der Börse 1.000 kWh für eine Viertelstunde. Verbrauchen die Kunden tatsächlich nur 900 kWh, entsteht im Bilanzkreis eine Abweichung, die der Übertragungsnetzbetreiber ausgleicht und dem Bilanzkreisverantwortlichen in Rechnung stellt. Die Mengen sind Beispielwerte.
Was das konkret bedeutet
Wer als Vermieter Strom liefert, braucht für die Reststrommengen einen Bilanzkreis. In der Regel wird dafür ein Partner eingebunden, der die Fahrpläne und den Ausgleich übernimmt. Zu klären sind Kosten, Prognosegüte und die Frage, wer das Risiko bei Abweichungen trägt.
Abgrenzung
Der Bilanzkreis ist ein Konstrukt des Stromhandels und bezieht sich auf das Netzgebiet. Er ist nicht mit der Bilanzierung innerhalb eines Gebäudes gleichzusetzen, bei der Erzeugung und Verbrauch den einzelnen Mietern rechnerisch zugeordnet werden.

