Das Kilowatt ist die Einheit für Leistung, also dafür, wie viel Strom in einem Augenblick fließt. Die aktuelle Leistung einer PV-Anlage oder eines Verbrauchers wird in kW angegeben. Energie (kWh) ergibt sich erst, wenn Leistung über die Zeit läuft: 10 kW über zwei Stunden sind 20 kWh. Leistung und Energie dürfen in Auswertungen nicht vermischt werden.
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Beispiel aus der Praxis
Eine Kühlanlage im Supermarkt zieht 15 kW, solange der Kompressor läuft (Beispielwert). Läuft er an einem Tag insgesamt vier Stunden, ergibt das 60 kWh Verbrauch. Auf dem Typenschild steht die Leistung, auf der Stromrechnung am Ende die Energie. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Was das konkret bedeutet
Wer Anlagen plant, rechnet in kW: Wechselrichter, Leitungsquerschnitte und Netzanschluss orientieren sich an Leistungswerten. Abgerechnet wird dagegen in kWh. Bei Gewerbekunden spielt die Leistung zusätzlich über den Leistungspreis eine Rolle. In Berichten sollten beide Größen mit Einheit und Zeitbezug angegeben werden.
Abgrenzung
Verwechslungen zwischen kW und kWh sind einer der häufigsten Fehler in Angeboten und Auswertungen. Ein „Verbrauch von 20 kW“ ist unvollständig, denn ohne Zeitangabe ist keine Energiemenge benannt. Kilowattpeak bezeichnet wiederum die Nennleistung einer PV-Anlage im Testfall.
Leistung ist nicht Energie
Das Kilowatt beschreibt die Leistung in einem Augenblick, die Kilowattstunde die Energie über die Zeit. Ein Verbraucher mit 15 Kilowatt, der vier Stunden läuft, braucht 60 Kilowattstunden. In Auswertungen dürfen beide Größen nicht vermischt werden.
Wo Sie Kilowatt begegnen
Kilowatt stehen auf Typenschildern, bei der Anschlussleistung, bei Lastspitzen und beim Leistungspreis. Für die Abrechnung zählt dagegen die Energie in Kilowattstunden. Achten Sie in Verträgen und Angeboten darauf, welche Größe gemeint ist, denn Verwechslungen führen zu falschen Kalkulationen.

