Kilowattpeak ist die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Testbedingungen. Sie beschreibt, was die Module im besten Fall leisten könnten, nicht, was im Alltag erzeugt wird. Wie viel Strom die Anlage tatsächlich liefert, hängt von Ausrichtung, Neigung, Verschattung, Wetter und Jahreszeit ab.
« Zurück zum LexikonKilowattpeak (kWp)
Beispiel aus der Praxis
Eine Dachanlage mit 100 kWp (Beispielwert) liefert im Hochsommer um die Mittagszeit selten diese 100 kW. Schon leicht diffuses Licht, hohe Modultemperaturen oder eine Ost-West-Ausrichtung senken die Spitzenleistung. Über das Jahr zählt ohnehin die erzeugte Energie in kWh, nicht die Nennleistung auf dem Datenblatt.
Was das konkret bedeutet
Die kWp-Angabe dient vor allem dem Vergleich und der Dimensionierung. Für Förderregeln, Meldungen und Anlagengrößen spielt sie eine Rolle. Wer Wirtschaftlichkeit prüft, sollte aber mit erwarteten Jahreserträgen am konkreten Standort rechnen und diese Annahmen offen ausweisen.
Abgrenzung
Kilowattpeak ist eine Nennleistung unter Normbedingungen, Kilowatt eine momentane Leistung, Kilowattstunde eine Energiemenge. Die AC-Leistung des Wechselrichters kann deutlich unter der DC-Modulleistung in kWp liegen. Auch das ist kein Mangel, sondern eine Auslegungsentscheidung.
Was die Nennleistung aussagt
Kilowattpeak ist die Leistung der Module unter genormten Testbedingungen. Im Alltag liegt die tatsächliche Leistung meist darunter, weil Ausrichtung, Verschattung, Temperatur und Wetter sie senken. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die über das Jahr erzeugte Energie.
Von kWp zum Ertrag
Wie viel Strom eine Anlage jährlich liefert, hängt vom Standort und der Ausrichtung ab. Für die Planung sind Ertragsprognosen und der Verbrauch im Gebäude wichtiger als die reine Nennleistung. Die Lastgang-Analyse simuliert, wie viel davon direkt im Gebäude genutzt würde.
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