Der Netzanschlusspunkt ist die Stelle, an der das Gebäude oder die Anlage mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden ist. Dort wird Bezug und Einspeisung gemessen. Er ist der Bezugspunkt für das gesamte Messkonzept eines Gebäudes.
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Beispiel aus der Praxis
In einem Gewerbepark steht eine Übergabestation, an der das öffentliche Netz endet und die Kundenanlage beginnt. Dort misst ein Zweirichtungszähler, wie viel Strom bezogen und wie viel ins Netz eingespeist wird. Alle Zähler dahinter, etwa bei den einzelnen Mietern, werden im Messkonzept auf diesen Punkt bezogen.
Was das konkret bedeutet
Bei der Planung von PV-Anlagen oder Speichern ist der Netzanschlusspunkt entscheidend, denn dort wird die zulässige Anschlussleistung geprüft. Der Netzbetreiber kann für Erweiterungen Auflagen machen. Wer das Messkonzept dokumentiert, sollte den Punkt im Schaltplan kennzeichnen, damit Summen und Differenzen später nachvollziehbar bleiben.
Abgrenzung
Der Netzanschlusspunkt ist ein technischer Ort, die Marktlokation ein bilanzieller Begriff und die Messlokation der Messpunkt. Im einfachen Fall liegen sie am selben Platz, in Gebäuden mit mehreren Zählern aber nicht zwingend. Mit dem Hausanschluss ist meist die Leitung gemeint, nicht der Verknüpfungspunkt.
Warum der Punkt zentral ist
Am Netzanschlusspunkt endet das öffentliche Netz und beginnt die Anlage des Eigentümers. Dort werden Bezug und Einspeisung gemessen, und von dort aus gesehen werden alle Zähler im Gebäude ins Verhältnis gesetzt. Er ist deshalb der Bezugspunkt des Messkonzepts.
Bei Erweiterungen beachten
Wer eine Anlage oder einen Speicher ergänzt, muss prüfen, ob die vorhandene Anschlussleistung ausreicht. Der Netzbetreiber kann Auflagen machen oder eine Verstärkung verlangen. Kennzeichnen Sie den Punkt im Schaltplan und halten Sie Anschlussleistung und Zählerplatz in der Dokumentation fest. Stimmen Sie Änderungen mit Netzbetreiber und Messstellenbetreiber ab, bevor Sie Technik bestellen.

