Der Summenzähler (oft Z1) misst den gesamten Bezug aus dem Netz und die Lieferung ins Netz an der Übergabestelle eines Gebäudes. Beim Summenzählermodell bilden seine Werte die Grundlage für Einkauf und Einspeisung. Bei größeren Verbräuchen ist er meist ein Zweirichtungszähler mit Wandlermessung und Viertelstundenmessung.
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Beispiel aus der Praxis
Am Hausanschluss eines Logistikgebäudes sitzt ein Zweirichtungszähler. Er zeigt für einen Monat 42.000 kWh Bezug und 6.000 kWh Einspeisung, beides frei gewählte Beispielwerte. Aus der Differenz zu den Messwerten der Unterzähler lässt sich erkennen, wie viel Strom die einzelnen Bereiche tatsächlich beziehen.
Was das konkret bedeutet
Der Summenzähler ist der Referenzpunkt für die gesamte Abrechnung gegenüber dem Lieferanten. Seine Werte müssen vollständig, eichrechtskonform und gut nachvollziehbar sein. Wer ihn nicht selbst betreibt, sollte klären, wann und in welcher Form die Daten vom Messstellenbetreiber bereitgestellt werden.
Abgrenzung
Der Summenzähler ist nicht mit den Unterzählern zu verwechseln. Er erfasst den Austausch mit dem öffentlichen Netz, die Unterzähler erfassen die Verbräuche dahinter. Beide Ebenen gemeinsam ergeben erst ein stimmiges Messkonzept.
Die Rolle im Messkonzept
Der Summenzähler sitzt an der Übergabestelle zwischen öffentlichem Netz und Gebäude. Er erfasst, wie viel Strom das Gebäude insgesamt aus dem Netz bezieht und wie viel es einspeist. Daraus ergibt sich die Menge, die der Lieferant dem Betreiber in Rechnung stellt. Im Summenzählermodell sind seine Werte außerdem die Grundlage dafür, wie viel Netzstrom der Betreiber an die Mieter weitergibt.
Worauf Sie achten sollten
Ein Summenzähler muss eichrechtskonform sein und seine Daten müssen verlässlich vorliegen. Bei größeren Gebäuden ist er meist ein Zweirichtungszähler mit Wandlern und Viertelstundenmessung. Prüfen Sie, wem der Zähler gehört, wer ihn betreibt und wann Sie die Daten erhalten. Die Differenz zwischen Summenzähler und der Summe der Unterzähler ist ein guter Plausibilitätstest, weil sie Verluste und Messfehler sichtbar macht.

