Bei der Fernauslesung werden Zählerwerte automatisch über eine Kommunikationsverbindung übertragen, statt vor Ort abgelesen zu werden. Das spart Aufwand und ermöglicht kürzere Intervalle. Die Qualität der Daten muss trotzdem geprüft werden, bevor sie für Rechnungen genutzt werden.
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Beispiel aus der Praxis
In einem Gewerbepark werden zwölf Unterzähler früher einmal jährlich vor Ort abgelesen. Nach der Umstellung liefern sie ihre Werte täglich an eine zentrale Auslesung. Fällt ein Zähler aus, zeigt sich das in wenigen Tagen und nicht erst bei der nächsten Begehung. Die Daten werden vor der Abrechnung trotzdem auf Lücken geprüft.
Was das konkret bedeutet
Für Betreiber lohnt sich die Fernauslesung, wenn viele Zähler oder schwer zugängliche Räume im Spiel sind. Man sollte vorab klären, welche Technik genutzt wird, wer die Verbindung betreibt und wie Ausfälle gemeldet werden. Mieter profitieren von zeitnahen Verbrauchsinformationen, sofern der Zugriff geregelt ist.
Abgrenzung
Fernauslesung beschreibt nur den Übertragungsweg. Sie macht einen Zähler weder zum intelligenten Messsystem noch automatisch abrechnungstauglich. Ob Werte für Rechnungen verwendet werden dürfen, hängt von Zählertyp, Eichung und vertraglicher Grundlage ab.
Wie die Auslesung funktioniert
Bei der Fernauslesung werden Zählerwerte automatisch übertragen, zum Beispiel per M-Bus über ein Datengateway, per Funk oder über das Mobilfunknetz. Das ersetzt die Ablesung vor Ort, erlaubt kürzere Intervalle und lässt Ausfälle schneller erkennen.
Qualität sichern
Auch bei automatischer Auslesung sollten die Daten geprüft werden, bevor sie in eine Rechnung eingehen: Lücken, Sprünge, doppelte Werte und die Zuordnung zum richtigen Zähler. Prüfen Sie regelmäßig, ob die übertragenen Werte mit der Anzeige am Gerät übereinstimmen.

